mir du ſaben, daß er ein falſches Zeugniß gegen mich ausſagt.“ 4
„Sie ſollen den Beweis ſehen“ antwortete Everard, und indem er den Ring wieder ergriff, druͤckte er an eine Feder, welche kuͤnſtlich an der Faſſung angebracht war, worauf der Stein zuruͤckſlog und die Anfangs⸗ buchſtaben des Namens des Lord Wilmot zeigte im
Kleinen wunderſchoͤn geſtochen und mit einer Krone
verziert.—„Was ſagen Sie nun Sir?“
„Daß Wahrſcheinlichkeiten noch keine Beweiſe ſind,“ ſagte der Prinz;„hier iſt nichts Sicheres auf das Sie rechnen konnen. Ich bin der Sohn eines ſchottiſchen Edelmannes, welcher in der Schlacht von Worceſter toͤdtlich verwundet und gefangen wurde. Als er Abſchied nahm, und mich zur Flucht auffor⸗ derte, gab er mir bie wenigen Dinge von Werth, wel⸗ che er beſaß und unter Anderen auch dieſen Edelſtein. Ich habe von ihm gehoͤrt, daß er bei einer gewiſſen Gelegenheit mit dem Lord Wilmot die Ringe wech⸗ ſelte, aber ich kannte nie die Feder, die Sie mir ſo eben gezeigt haben.„Es duͤrfte noͤthig zu bemerken ſeyn, daß Carl hierin die volkkommene Wahrheit ſprach, auch wuͤrde er ſich nicht ſo leicht von dem Ring ge⸗ trennt haben, wenn er vermuthet haͤtte, daß er ſo leicht zu erkennen ſey. Nach einem augenblicklichen Still⸗ ſchweigen fuhr er fort:„Noch einmal mein Herr— ich habe Ihnen ſchon viel geſagt, das meine Sicher⸗
heit betrifft,— wenn Sie großmuͤthig ſind, ſo werden
Sie mich gehen laſſen, vielleicht kann ich Ihnen einſt
wieder einen guten Dienſt dafuͤr erweiſen. Wollen
Sie mich aber aufhalten, ſo muͤſſen Sie es hier und auf Ihre Gefahr thun; denn ich werde Sie weder auf Ihrem Wege begleiten noch erlauben, daß Sie mir
———
auf dem Meinigen auf Schritt und Tritt nachgehen.
Wollen Sie mich gehen laſſen, ſo danke ich Ihnen da⸗ fuͤr— wo nicht, ſo ziehen Sie Ihr Schwerdt!“ .„Junger Edelmann“ ſagte Oberſt Everard,„Sie
haben mich in Zweifel geſetzt, ob Sie wirklich der junge ar


