Teil eines Werkes 
13. Band, Woodstock oder der Ritter : eine Erzählung aus dem Jahre sechszehn hundert ein und fünfzig : 4. Theil (1826) Woodstock or The Cavalier
Entstehung
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47 bann noch⸗ Mylord, daß wir es ruhig ertragen wer⸗ en?

„Wenn Sie es ſich vorgenommen haben, Streit mit mir anzufangen,“ ſagte der Prinz,„ſo ſprechen Sie es zumal aus, wie es einem Edelmanne ziemt. Der Vortheil der Waffen iſt ohne Zweifel auf Ihrer Seite, aber deßwegen werde ich doch nicht vor einem einzelnen Manne fliehen. Wenn Sie aber geneigt ſeyn ſollten, Vernunft anzuhoͤren, ſo ſage ich Ihnen mit ruhigen Worten, daß ich weder die Beleidigung errathen kann, auf welche Sie anſpielen, noch begreife, warum Sie mir den Titel Mylord geben.“—

„Sie laͤugnen es alſo Lord Wilmot zu ſeyn?“ ſagte Everard. 4 8

„Das kann ich ruhig thun“ ſagte der Prinz.

„Vielleicht nennen Sie ſich Grafvon Rocheſter? Wir haben gehoͤrt, daß Ihr Chrgeitz nach einem ſolchen Ti⸗ tel vor dem Koͤnige der Schotten ſtrebte.“

„Ich bin weder ein Lord noch ein Graf, ſo wahr Gott meiner chriſtlichen Seele gnädig ſepe. Mein Name iſt—“.

„Erniedrigen Sie ſich nicht durch unnoͤthige Luͤge, Milord; und zwar gegen einen Mann, der wie ich Ih⸗ nen mein Wort darauf gebe, die oͤffentliche Gerechtig⸗ keit nicht auffordern wird, ſeinem guren Schwerdte beizuſtehen, wenn er Urſache finden ſollte, es zu ge⸗ brauchen. Koͤnnen Sie dieſen Ring anſehen und leug⸗ nen, daß Sie Lord Wilmot ſind?“

Er uͤbergab dem verkleideten Fuͤrſten einen Rina, welchen jener ſogleich fuͤr den erkannte, den er an der Quelle in den Krug der Alexis geworfen hatte, als er unvorſichtig genug ſeiner augenblicklichen Galante⸗ rie folgend, einem ſchoͤnen Maͤdchen, das er zufaͤllig erſchreckt hatte, einen koſtbaren Edelſtein ſchenkte.

„Ich kenne den Ring“ ſagte er„er war mein Eigenthum. Wie er mir aber beweiſen ſoll, daß ich Lord Wilmot ſep, kann ich nicht begreifen, und erlaube