27
ſich, mit den hoͤchſten Anſpruͤchen auf Mitgefuͤhl und Beiſtand von den Hoͤfen die er beſuchte, kalt behan⸗ delt, mehr wie ein begünſtigter Bittſteller, als wie ein verbannter Monarch. Er ſah ſeine Rechte und An⸗ ſpruͤche mit Verachtung und Gleichguͤltigkeit behan⸗ delt, und in demſelben Verhaͤltniß ſoͤhnte er ſich dann auch wieder mit der hartherzigen egoiſtiſchen Aus⸗ ſchweifung aus, welche ihm eine augenblickliche Erho⸗ lung verſprach. Wenn man das nur auf Koſten des Gluͤckes der anderen erlangen konnte, ſollte grade er daruͤber ſo zartfuͤhlend ſeyn, da er andere nur behan⸗ delte, wie die Welt ihn?
Aber obgleich der Grund zu dieſem ungluͤckſeligen Syſteme ſchon gelegt war, ſo ergab ſich ihm doch der Prinz in ſeiner fruͤheren Jugendzeit nicht ſo ganz, wie ſpaͤter, als ſich von ſeiner Wiedereinſetzung uner⸗ wartet eine Thuͤre oͤffnete. Im Gegentheil, obgleich die ruͤckſichtsloſen Betrachtungen, welche wir oben an⸗ gefuͤhrt haben, als waͤren ſie mit deutlichen Worten ausgeſprochen worden, gewiß in ſeinem Geiſte aufſtie⸗ gen, ſo erinnerte er ſich doch, daß wenn er auch in Frankreich, in den Niederlanden oder von den Witz⸗ lingen ſeines eigenen wandernden Hofes verlacht wuͤrde, die Sache doch dem engliſchen Adel als eine furchtbare Undankbarkeit und als ein ſchaͤndlicher Ver⸗ rath erſcheinen, und ſeinem Intereſſe bei dem aͤlteren ehrwuͤrdigeren Theil ſeiner Anhaͤnger eine tiefe viel⸗ leicht gar unheilbare Wunde beibringen wuͤrde. Fer⸗


