Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 335

Flamme für immer erloſchen iſt und die Liebe mein Opfer fordert. Ha, Mutter! Mutter! Nimm Dein verlorenes Kind wieder auf, mein Tod ſoll die hei⸗

lige Eulobe mit meinem Verrath verſöhnen, ach zu

ſchwer ſchon büßt' ich dafür! und wie die Voreltern einſt Schutz und Rettung in ihr fanden, ſo flücht auch ich mich in ihre Dämmerung und harre auf dem Steine ſitzend, der Stunde meiner Erlöſung!

Raſch ſchritt ſie bei dieſen Worten nach der Grotte ſchob den Epheu zur Seite, noch einmal ſah ſie rückwärts in's Abendroth und hinter ihr rauſchte für immer der Natur grüne Tapete nieder.

Nebel ſtiegen aus den Wäldern empor und wall⸗ ten ſchattenhaft über den Wipfeln hin, im Weſten erloſch des Tages letzter Schimmer, Frieden ruhte auf der Erde und der Nacht heiliges Schweigen legte ſich lauſchend vor die Eulobe.

Tage, Woche waren verfloſſen; von Annli hatte ſich keine Spur wieder auffinden laſſen. Mutter Anne hatte ihren letzten Blick geſehen und ſie ſchwört noch heute, es ſei Etwas in dieſem Blick geweſen, was ſie um des Glanzes willen erſchreckt habe, ob⸗

wohl ſie ſich's weiter nicht erklären könne. Wie