Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker.

die, welche ihm einſt in frommkindlichem Wahne ver⸗ traut, ſeines holden Doppelſinnes Räthſel zu löſen ſuchen.

Ja, ja, Du grünſt mir Zweiglein, ſagte ge⸗ rührt das Mädchen.Die Marienlinde hat Wort gehalten, nur das Glück war treulos. Dort, ſie deu⸗ tete nach der Eulobe,in der ſtillen Brautkammer ſoll ſich mir Dein Liebeszeichen erfüllen; dort will ich meinen Georg erwarten und weiß, daß er mich findet.

So muß es ja wohl ſein, fuhr ſie nach einer Pauſe wehmüthig fort, indem ihr Auge über das weite Wäldermeer hinſchweifte.Geht doch alles Schöne und Liebe zu Grunde, wenn es kaum zum rechten Blühen und Hoffen gelangt iſt. Die Natur ſtirbt ab und auch ich empfind' es, wie ſie mich mit ſich hinunterzieht in den Zauberkreis ihres Todes. Bald neigt die letzte ſpäte Herbſtblume ihr Haupt vor dem rauhen Winterſturm, kahl und öde ſteht dann der Wald meiner Luſt und Liebe entlaubt da und ſchüttelt ſich ſchauernd im Eiſesfroſt. So leb' denn wohl, Du ſchöne arme Welt; einſt hat mir's Georg erzählt, wie die Prieſterinnen der Veſta in weißen Feierkleidern lebendig eingemauert wurden, wenn die ihrem Dienſte anvertraute Flamme des Tempels er⸗ loſch; ſo will auch ich ſterben, nun meines Tempels

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