Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 329

Gegenwart, während dort unten im Thale, wo der Waldbach ſchäumend auf's ſchwarze Mühlrad nieder⸗ rauſcht, der dunkel wallende Duft um den Tannen⸗ wald Dich an die Mährchen Deiner Kindheit erin⸗ nert und ihr wonnigſüßer Schauer Dich noch einmal aus den ſchwarzen Tannen anweht.

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Er war todt! Niemand im Hauſe hatte es ihr geſagt, Niemand es ihr geklagt, und doch wußte ſie eines Tages auch ohne Trauerkunde: Er war todt, war längſt geſtorben, den ſie liebte, und man hatte es ihr nur darum ſo lange verheimlicht, weil man glaubte, daß ſie es nimmer ertragen werde.

Wie Annli zur Kenntniß von Georg's Tode kam, können wir ebenſo wenig mittheilen, als unſre Feder das Gefühl zu ſchildern vermag, womit ſie

endlich aus ihrer glücklichen Täuſchung zur Wirklich⸗

keit erwachte, und plötzlich inne ward, daß ſie noch im Licht der Sonne wandelte, noch an das Glück ihrer Liebe glaubte, während doch Sonne und Lie⸗ besglück ihr längſt in düſterer Grabesnacht unterge⸗ gangen waren, und nur noch, wie die herbſtliche Natur ſelber, in holder Täuſchung des Daſeins fort⸗