Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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32⁸ Georg Volker.

im Waldliede, das da tönet im Rauſchen der Wip⸗ fel, im Donner der Schluchten, im Dröhnen der Berge, wie im ſanften Quellengerieſel und lieblichen Laubgeflüſter, da hörſt Du noch zuweilen die Stimme des alten Pan, ſtill lauſchendes Menſchenherz; und verſtehſt Du auch nur einen Ton von dem uralten Lied der Schöpfung ohne Leid und Schuld, o dann biſt Du für immer fröhlich geneſen, und wie die Ouellen unter ſonnig goldnem Mooſe, öffnen ſich in Dir die Adern eines freieren ungeahnten Lebens, und dem ſtarren Fels Deines Leides entquillt der Labe⸗ trank der Verjüngung. Dann ſprich, ich bin geſun⸗ det; und ſteigſt Du dann auf ſteilem Felspfad aus den vom Himmelshauch der Freiheit berührten Hö⸗ hen hinunter in's Thal des müden Lebens und der Sorge, ſo blickt Dir auch hier wieder das Daſein mit freundlich hoffendem Auge in die Seele, Du verſtehſt ſeine Genügſamkeit, ſeine Täuſchung; die Natur verſöhnt ſich mit der Menſchheit, denn auf ihren Bergen ahnteſt Du ja der Gottheit Nähe. Dann magſt Du auch wohl über das goldgelbe, zu Deinen Füßen rauſchende Herbſtlaub hin durch die ſonnigen Thalgründe wandeln; die von den Blüthen der wilden Eriken und des braunrothen Thymians überdeckte Haide haucht Dich an wie der Freude