Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 327

den im Herbſtgold leuchtenden waldumwachſenen Höhen gleich grauen Schatten der Vorzeit herabbli⸗ cken, haben noch ein jugendliches Ausſehen, gegenüber dieſer gewaltigen rauhen Gebirgsnatur, deren ganze Phyſiognomie uns an die alte Welt des Germanen⸗ thums in Bärenhäuten erinnert. Selbſt das, was ſich dann noch heiter und ſonnig vor unſern Blicken aus⸗ breitet, erſcheint nur wie zufällig in dem impoſanten Bilde des Ganzen, und nur dem wolkenreinen, licht⸗ blauen Aether, der uns an des Südens Zone mahnt, mögen wir es glauben, daß er immer ſo geweſen; aber doch bewirken auch wieder dieſe Contraſte von Rauhem und Holdem, von Dauerndem und Ver⸗ gänglichem eine noch tiefere Empfindung des Erha⸗ benen in der Seele des Schauenden; und der Idylle ſonnigfriedliches Leben verwebt ſich in reizendem Wechſel mit der großen gewaltigen Natur, deren Geiſt uns aus tauſendjährigen Felſen wie mit der Sphinx grauen Steinaugen anſchaut, während der alte Berg ſein Haupt im Morgennebel ſchüttelt. Wir ahnen dann, daß der Wald der Menſchheit Wiege, und wiſſen, warum Pan, der allwaltende Naturgott, am liebſten im Walde wohnte, wo er ſich ſeine Felſen aufthürmte, um auf ihrem Gipfel mit Apoll den Wettſtreit im Liede der Flöte aufzunehmen. Ja,