Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 325

ſie von Allem, was ſie betroffen, keine Ahnung, und das erſte furchtbare Wort über den Tod Volker's und ihres Bruders ſollte noch geſprochen werden. Alles, was treue Sorge und die zärtlichſte Liebe thun konnten, wurde von den alten Fräulein aufgeboten, um Annli ſo lange als möglich, oder doch wenigſtens bis zu ihrer völligen Wiederherſtellung, in der glück⸗ lichen Täuſchung zu erhalten, daß der Bräutigam noch lebe, Paul wieder in ſeine Garniſon zurückge⸗ kehrt ſei, Vetter Peter aber in Folge ſeiner Bethei⸗ ligung an der Revolution in die Schweiz habe flüch⸗ ten müſſen, woſelbſt auch Volker und Germanos aus gleichem Grunde ſich aufhalten ſollten. Längere Zeit war Annli auf dieſe Weiſe über die ſchreckliche Wahrheit ihres Unglückes getäuſcht worden; und wenn d eifel, warum Georg ihr auch nicht ein einziges ſchreibe, ihr Gemüth zu ängſtigen an⸗ fing, ſo hatten die Fräulein alsbald ſo viele triftige Gründe und glaubwürdige Auslegungen bei der Hand, daß ihr eigentlich niemals eine tiefere Sorge um den Geliebten kam und ſie ſich mit Ergebung in die unvermeidliche Trennung fügte.

Der Grabenhof war unterdeſſen wieder gräfliches Stammgut geworden, und ein fremder Verwalter wirthſchaftete dort; Graf Alfred, als alleiniger Erbe