Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 323

ihres Waldes, die mit den dunklen Schattenfarben und den leidtönenden Glocken. Aber auch dieſer Zu⸗ ſtand hatte ſeine Gränze; und wie das helle Leuch⸗ ten der rückkehrenden Seele, die nicht von dem hol⸗ den Leben laſſen kann, ging es plötzlich über ihr Antlitz; ihre Augen glänzten voll Verklärung und wunderbar tiefe Stimmen redeten in entzückendem Wohllaut von ihren Lippen von Allem, was da Süßes und Liebliches, Holdes und Reines auf Er⸗ den lebt und das Menſchenherz an ſeinen zarteſten Saiten berührt. Dann war ſie von allem Leid ge⸗ neſen, lauſchte voll Wonne den Echo's im kühlen Wieſengrund; ſah die Sonne bald im Morgenglanz, bald im Abendroth die Waldesdunkel durchbrechen und ſich dem Lied der Nachtigall vermählen als klin⸗ gender elnder Strahl, bis der Mond mit ſanftem Schein dem Buchwald aufſtieg, ſeine blaſſen Geiſterflammen im weiten Waldrevier anzündete, die keuſchen Elfen ſich aus ihren ſtillen Bezirken hervor⸗ wagten und an der weißſchimmernden Felſenwand ſich die Hände reichten zum luftigen Tanz in thymian⸗ duftendem Graſe. Oder ſie wandelte wieder mit Georg durch den ſonnigen Wald, wie an jenem Frühlingsmorgen, da er ihr zuerſt ſeine Liebe geſtan⸗ den und die ganze Natur von dem Glück ihrer Her⸗ W