Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 319

er aber blieb unerſchütterlich und erklärte zuletzt, er werde, wenn der Graf und die Gräfin nicht gut⸗ willig nachgeben ſollten, die Entſcheidung des Lan⸗ desherrn anrufen und dieſem alle Gründe, welche für die Entfernung Eugeniens ſprächen, offen und rückhaltlos darlegen. Durch einen ſolchen Schritt wäre aber der Standesherr in einer Weiſe compro⸗ mittirt worden, die ſeine ganze Stellung bei Hofe und in der Geſellſchaft geradezu vernichtet hätte, und dieſe Rückſicht beſtimmte ihn ſchnell zur Nachgiebig⸗ keit. Er willigte in Alles, und auch die Gräfin, die über der heftigen Alteration aus dem erheuchelten Schmerz in eine wirkliche Verzweiflung fiel, hatte nun keinen Widerſpruch mehr.

Waldemar ſchied ohne Lebewohl, aber diesmal auf Nimmerwiederkehr, von ſeinen Verwandten und trat wenige Tage ſpäter mit ſeinem Bataillon den Rückmarſch nach der Reſidenz an. Er hatte zwar die Revolution ſiegreich überwunden, nahm aber den⸗ noch die Ueberzeugung mit ſich fort, daß nimmer⸗ mehr das Schwert und die Gewalt allein das zum Bewußtſein ſeiner Rechte erwachte deutſche Volk nie⸗ derzuhalten vermögen. Er hatte einen tiefen Blick gethan in die Noth und das Elend dieſes Volkes

und erkannt, an welchen Feinden es leidet, welche