318 Georg Volker.
ner zu beſchwichtigen, Gräfin Mathilde den Namen
Volker nannte und ſein Gedächtniß noch im Grabe
kränkte, da war für Waldemar die letzte Schranke
der Rückſicht gefallen und unumwunden ſagte er nun
dem Grafen in Gegenwart der Gräfin Alles heraus,
was er über die beiſpiellos niederträchtige Cabale
Alfred's gegen den unglücklichen Beſitzer des Graben⸗
hofs wußte. Dies hatte der Graf nicht erwartet, und Walde⸗
mar's Vorwurf vernichtete ein für alle Mal ſeine
dreiſte Stirn. Er ſah den ganzen Plan ſeiner Tücke
gegen Georg verrathen und hatte kein Wort zu ſeiner
Rechtfertigung. Waldemar erklärte hierauf ihm und
ſeiner Gemahlin rund heraus, daß Eugenia ihm aus
der Reſidenz ihren Entſchluß ſchriftlich mitgetheilt
habe, niemals wieder nach Nellenburg zurückzukehren,
und daß ſie es vorzöge, ihren künftigen Aufenthalt
bei ihrer Tante, Waldemar's Mutter, zu nehmen,
die im**sſchen ein reizendes Schloß bewohnte, das
ſie dem geliebten Kind ihrer Schweſter mit aller
Herzlichkeit einer treuen Mutter als Aſyl öffnete.
Vergebens bot die Gräfin das Aeußerſte auf, um
Eugenien zu behalten; ſie heuchelte, da Waldemar
nicht nachgab, einen Schmerz, der jedes andere
Auge als das des Majors, getäuſcht haben würde;


