Georg Volker.
liche Autorität davon getragen hat, an welchen ſich nun in raſchen Oſeillationen die Freiheitsidee mit ihren neuen Rechten und Errungenſchaften andrängt, ehe noch der abſolutiſtiſche Wille ſein Veto dazwiſchen rufen und mit den beliebten Auskunftsmitteln der vorigen Herrſchaft den raſchen Fortſchritt der öffent⸗ lichen Meinung hemmen kann. Im ſtillen Fahr⸗ waſſer des alten Regimes, das ſo lange ſpiegelglatt und eben, eine einzige Fläche dalag, nur bewegt vom ſanften Zephyr der Loyalität und Ergebenheit, haben ſich plötzlich über Nacht gefährliche Klippen und Riffe emporgehoben, an denen das Fahrzeug des Abſolutismus leicht Schaden nehmen könnte; es gilt darum nur mit größter Behutſamkeit zu ſteuern, zu laviren und das Senkblei nicht aus der Hand zu laſſen, bis man wieder des Elementes ganz ſicher und kundig iſt und die verlorene Straße der alten Willkür und Deſpotie wieder mit vollen Segeln be⸗ fahren darf.
Aber die Revolution hatte nicht allein in die po⸗ litiſchen Verhältniſſe einen weiten Riß gemacht und die patriarchaliſche Zufriedenheit der Unterthanen, gegenüber dem herrſchenden Princip aus dem Geleiſe geführt; auch in das innere Leben der gräflichen Familie war ſie ſtörend und verderblich eingedrungen
1


