Georg Volker.
über den Garben ſeiner Felder denſelben hiſtoriſchen Dreſchflegel, mit dem er noch jüngſt die Welt in Trümmer ſchlagen wollte. Er iſt wieder ganz der Sohn der deutſchen Erde, mühvoll beladen in der Gegenwart, ohne lebendige Erinnerung an Vergan⸗ genes, ohne lebendige Hoffnung auf Zukünftiges; und der Wechſel des Mondes, der Kalendertag und die Witterung nehmen ſein höheres Intereſſe wieder ausſchließlich in Anſpruch. Das Dach ſeiner Hütte iſt ſchadhaft geworden, während er des gnädigen Herrn ſtattliches Schloß demolirte; was Wunder, daß die Herbſtſtürme ihn an die Ausbeſſerung des Scha⸗ dens ermahnen und die Bank hinterm warmen Ofen ihm auch nicht verachtenswerth dünkt! Kurz, der alte Erbfeind des deutſchen Bauers, der Egoismus erwacht wieder in ihm in ſeiner ganzen vorigen Stärke; er hat das Revolutioniren ſatt gekriegt, und erſchrickt vor dem unheimlichen Gedanken, der ihm bis zur Stunde noch nicht recht klar geworden iſt, daß auch er zum Volke gehört und das Vaterland an ſeine Thür gepocht hat; er erſchrickt davor, daß er mehr gethan, mehr gewollt hat, als ſein Vater, vielleicht gar als ſein Urgroßvater, und die Tradition
zieht ihn ſchnell wieder mit doppelter Gewalt in ih⸗
ren alten Zauberbann zurück.


