Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 313

Zwölftes Capitel.

Längſt haben ſeitdem die Nachtigallen des Früh⸗ lings ausgeſungen und verhallt iſt des Kampfes wil⸗ des Toben, in deſſen Donner ſie einſt die ſanften Töne der Liebe und Sehnſucht miſchten; längſt iſt dem begeiſterten Freiheitsruf des Volkes in dieſen Bergen das Schweigen des Friedhofs gefolgt und nur die Schalmei des Hirten erinnert vielleicht noch hier und da einmal in faſt verklungenen Melodieen an den Jubelgeſang vom großen deutſchen Vaterland; der Bauer, dieſer treue Sohn der Geſchichte, kehrte wieder, arm wie zuvor, in's alte Joch der Unfreiheit zurück, nur um den einen Troſt reicher, daß er ein⸗ mal ein paar Wochen denHerrn geſpielt, keinen Zins noch Steuer bezahlt und ſeinem Feind und Dränger die grimme Fauſt deskräftigen Mannes gezeigt hat. Um die ſonſtigen ſogenannten Errungen⸗ ſchaften kümmert er ſich wenig; denn nun der poli⸗ tiſche Rauſch bei ihm verflogen, tritt ſchnell die Nüch⸗ ternheit in ihr altes Recht zurück und mit größter

Reſignation ſchwingt er wieder in ſeiner Scheune