312 Georg Volker.
er den Geſuchten mit einem Blick hinter dem Fenſter ſeines Arbeitszimmers ſtehen; raſch wich Georg zu⸗ rück.—
„Dort iſt er! Folgen Sie mir,“ ſagte Waldemar zu dem Offizier und ſchritt mit dieſem dem Wohn⸗ haus zu.
Wie er den Fuß auf die unterſte Treppenſtufe ſetzte, fiel im obern Stock ein Schuß.
„Das war Volker!“ rief Waldemar, von einer ſchrecklichen Ahnung ergriffen, und ſtürzte die Treppe hinauf. Er fand die Thür zu Georg's Stube von Innen verriegelt und eilte nach dem Bücherſaal; durch dieſen und die daran ſtoßenden Gemächer lief er nach Volkers Stube, aus der ihm ein dichter Pulverdampf entgegendrang; bei ſeinem Eintritt ſah er Georg mit halbgeſchloſſenen Augen aufrecht in der Sophaecke ſitzen, der linke Arm hing ſchlaff über die Lehne her⸗ unter, vor ihm auf den Boden lag die Piſtole. Wal⸗ demar ergriff erſchüttert die noch warme Hand; da athmete der zu Tod Getroffene noch einmal tief auf, neigte das Haupt zur Seite und war verſchieden.
Die Kugel war ihm mitten durchs Herz gegangen.


