Georg Volker. 314
Stube ſei. Da ſagte der Offizier, indem er ſeinen Säbel zog, mit gebietender Stimme:
„Im Namen des Geſetzes ford're ich Euch auf, mir zu ſagen, wo ich Euren Herrn, den Georg Vol⸗ ker finde, der ſich hier aufhalten ſoll.“
„Der iſt fort!“ rief mit dreiſter Stimme einer der Knechte.„Schon heute in aller Frühe ſetzte er ſich auf's Pferd und ritt dem Rheine zu.“
Der Offizier ſah den Redenden mit feſtem Blick an und verſetzte mit Nachdruck:
„Aber ich weiß beſtimmt, daß Volker noch vor einer Stunde auf dem Hof verweilte. Doch was brauch' ich Euch lange zu fragen! Er muß hier ſein und ich werd' ihn zu finden wiſſen; Ihr aber rührt Euch nicht von der Stelle!“
Er winkte hierauf den Dragonern, welche ſich von den Pferden ſchwangen, um ſeinen Befehl zu erhalten.
In dieſem Augenblicke ſah Georg, der noch im⸗ mer beobachtend am Fenſter ſtand, den Major Wal⸗ demar über die Brücke in den Hof ſprengen; der Offizier ging demſelben entgegen und wechſelte einige Worte mit ihm, wobei er mehrmals bald auf die Knechte, bald auf's Wohnhaus zeigte. Waldemar ſprang ſodann vom Pferde; in dieſem Moment ſah


