Georg Volker. 305
Verhältniß zum Schloſſe erhielt, zwiſchen die reizende Zukunft und die unglückliche Gegenwart legte. Mit einem Male kam ihm da Alles wieder in's Gedächt⸗ niß, was ſie damals über Volker geſprochen und wie innig ſie ihn um Schutz für den von ſchwarzer Brudertücke verfolgten Sohn des Grafen Leopold angefleht hatte; ohne daß ſein Herz eine Ahnung von dem Antheil hatte, den Eugenia an Georg nahm, rührte ihn doch dieſe Erinnerung noch tiefer, als damals ihre Erzählung ſelbſt; er vergaß ſelbſt die Schuld Volker's, und mitten unter den grauſen Werken der Zerſtörung, für welche der unglückliche Freund Eugeniens dem Geſetze verantwortlich gemacht werden ſollte, überkam ihn das Gefühl jener höheren Wahrheit, die uns oft gerade aus ihren ſcheinbar feindlichſten Gegenſätzen am unmittelbarſten vor die Seele tritt.
„Ja, Du hatteſt recht, Eugenia!“ rief er be⸗ wegt aus.„Dieſer unglückliche Menſch iſt ein Opfer unſres Standes, ein Opfer der Raffinerie und des Egoismus, wie er nur in goldſtrahlenden Paläſten wohnt, und allem Hohen und Heiligen dieſer Welt, allen ſchönen und natürlichen Gefühlen des Herzens die kalte Nerolarve des Hohnes entgegenhält; damit jener große Revolutionair Frankreichs immer recht
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