Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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302 Georg Volker.

unter allerlei Vorwänden deſſen Verhaftung hinaus⸗ geſchoben, wobei ihn der ausdrückliche Befehl des Landesherrn unterſtützte, nur im äußerſten Falle die Strenge des Geſetzes walten zu laſſen; aber wie lange noch konnte, durfte er Thatſachen gegenüber, welche ſo unwiderlegbar für die Schuld des Hochverraths und Aufruhrs zeugten, der Stimme des Herzens und der Menſchlichkeit Gehör geben? Selbſt das Wenige, was noch zu Volker's Gunſten ſprach, daß er nämlich freiwillig den Kampfplatz am grauen Stein verlaſſen und dadurch den Sieg der bewaff⸗ neten Macht über die Rebellenhaufen beſchleunigt hatte, ſo wie ſein Verſuch, das Schloß und die gräf⸗ liche Familie zu retten, und zuletzt der unter ſeiner Anführung ſtattgefundene Angriff auf die Mord⸗ brenner, wie leicht wog dies Alles gegen die Schwere der Anklage, einen ſolchen Aufruhr im Lande ent⸗ zündet und das Volk zum blutigen Kampf gegen die Truppen des Regenten in's Feld geführt zu haben.

Und als jetzt noch der alte Judenwirth zur„Ei⸗ ſernen Hand“ gefänglich eingebracht wurde und ſchon beim erſten Verhör Alles eingeſtand, da kam bald die ganze Entſtehungsgeſchichte des unſeligen Auf⸗ ſtandes an den Tag, und die drei Namen: Peter