Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 295

letzten Male leuchten ſoll, auf der Höhe am Wald⸗ ſaum gelagert; eine Gruppe moderner Parias, Män⸗ ner, Kinder und Weiber, Alle bis aufs Hemd zer⸗ lumpt und äußerſt ſchmutzig, im Vordergrund ein Greis mit ſchneeweißem Barte, der ſeltſam gegen den kupferbraunen Teint ſeines Geſichtes abſticht; auf ſeinen Knieen ſchaukelt er einen Säugling, viel⸗ leicht ſeinen Urenkel, während Lock, ein wilder acht⸗ jähriger Bube mit prächtigen pechſchwarzen Augen, gleich einem Eichhörnchen in der weitgeäſteten Ma⸗ rienlinde umherklettert, und ſeiner Schweſter Babette, einem wahren Bild von einer ſchlanken braunen Zi⸗ geunerſchönheit, dürres Reiſig zuwirft, welches er hoch oben in dem Wipfel abbricht, um damit das Feuer zu nähren, das ihnen die wärmende Hafer⸗ ſuppe bereiten ſoll.

Plötzlich ertönt aus dem Dorfe dumpfer Trom⸗ melſchall und raſch iſt der ganze Zigeunertrupp auf den Füßen; theils aus Furcht, theils aus Neugierde, was der ſonderbare, nur Wenigen bekannte Ton be⸗ deuten ſoll. Die jüngeren Männer ſchlichen ſich auf des Greiſes Rath den Berg hinunter bis zu den Dorfgärten, um zu erſpähen, woher der kriegeriſche Lärm rühre. Bald kehrten ſie mit der Nachricht zu⸗ rück, daß der ganze Ort mit Militair angefüllt ſei,