Georg Volker.
„Diesmal wollen wir uns nicht, wie früher, die Gelegenheit entgehen laſſen, uns ſo oft als möglich zu ſprechen; ſchon in der Reſidenz war es mir eine angenehme Ausſicht, Sie wiederzuſehen und Ihnen nahe zu ſein. Eugenia ſagte mir auch gleich nach meiner Ankunft, daß Sie ſich meiner noch erinnerten, und drang in mich, Sie baldigſt zu beſuchen. O das iſt ein herrliches Weſen geworden, dieſe Eugenia, und Ihre Freundin, Volker, ich ſage Ihnen, Ihre wahre Freundin!“
„Herr Major— ich weiß nicht, wie ich Ihnen für ſo viel Güte und Freundlichkeit danken ſoll,“ ſtammelte Georg.„Iſt's Ihr Herz und iſt's die edle Gräfin Eugenia zugleich, die Sie zu mir füh⸗ ren, ſo muß ich Sie doppelt willkommen heißen.“
Mit Vertraulichkeit hing ſich Waldemar an Vol⸗ ker's Arm und ſagte:
„Ich habe den Grabenhof lange Jahre nicht be⸗ ſucht und ſehe, daß ſich überall Vieles verändert hat. Erinnern Sie ſich noch, wie ich das letzte Mal mit Onkel Leopold hier war, kurz vor dem Zeitpunkt, da Sie die Akademie bezogen? Damals ſah ich Ihren ſeligen Vater zum letzten Mal und hatte meine Freude an dem herrlichen Gut. Nun,
ich merkte heute gleich, als ich über die Brücke ritt,


