Georg Volker. 39
angelangten Reiter den Grafen Waldemar zu erken⸗ nen, der ſeiner nicht ſobald anſichtig wurde, als er raſch vom Pferde ſprang, den Zügel einem Hofknecht zuwarf und mit herzlichem Gruß auf Volker zueilte, den er gleich einem alten Freund umarmte, worauf er ihm erzählte, wie er es ſeinen erſten Ausflug habe ſein laſſen, ihn außzuſuchen und ſich nach ſeinem Wohlergehen zu erkundigen.
In dem ganzen Weſen des Majors lag ſo viel Herzlichkeit und aufrichtige Freude über dieſes Wie⸗ derſehen, daß Volker, der den Grafen wohl bei früherer Gelegenheit auf den großen gräflichen Jag⸗ den geſprochen und in ihm einen Mann von Geiſt und biederer Perſönlichkeit hatte ſchätzen lernen, ſonſt aber nicht näher mit ihm bekannt geworden war, ſonderbar von dieſer Begrüßung berührt wurde. Waldemar war jedoch, das wußte Georg, der Mann, deſſen edles und freies Weſen für einen ebenſo ge⸗ diegenen als aufrichtigen Charakter bürgte, und der gewiß Niemanden ſeiner Freundſchaft verſicherte, dem er nicht auch in Wahrheit zugethan war. Aber wie angenehm wurde Volker überraſcht, als der Major, der ſeine Befangenheit bemerkte, ihm mit Wärme die Hand drückte und in einem eignen, faſt bewegten Tone ſagte:


