38 Georg Volker.
barei hinaufgeſchraubt, daß es nur zu verwundern wäre, wenn nicht auch hier endlich einmal ein Ge⸗ neralkrach einträte und eine Meuterei im großartigen Prätorianerſtyl ſtattfände. Ha, Volker! Was meinſt Du? Das wäre doch ein anderes Ding, ſo eine Revolution mit türkiſcher Regimentsmuſik und fliegen⸗ den ſiegenden Fahnen, ſtatt der melancholiſchen Re⸗ volte von Bauern, die höchſtens das Lied:„Eine feſte Burg iſt unſer Gott“ ſingen, wenn ſie in die Schlachtreihe rücken, um vielleicht beim erſten Kano⸗ nenſchuß nach der Melodie:„Befiehl du deine Wege,“ davonzulaufen. Warte! Warte! Das ſollſt Du mir nicht umſonſt geſagt haben, und jetzt gleich eil ich zum Hauptmann und frage ihn um ſeine Meinung. Er muß ja doch als alter Soldatenſchin⸗ der am beſten wiſſen, was hier zu thun iſt!“ Germanos führte ſogleich dieſen Vorſatz, der ihm eine neue Perſpective für ſeine Agitationsluſt eröff⸗ nete, aus, indem er ſich raſch zu Pferd ſetzte und nach Nellenburg zum Alten trabte. Georg blieb auf dem Grabenhof zurück, und war eben nach den Ställen gegangen, als er Pferdege⸗ trappel und gleich nachher eine ihm nicht ganz un⸗ bekannte Stimme hörte, die nach ihm fragte. Wie er in den Hof trat, war er ſehr erſtaunt, in dem


