Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 37

daß auch die Soldaten die Bauern dann näher und beſſer kennen lernten; denn ſicher iſt Mancher von ihnen ein Sohn dieſer Berge und wird in der hei⸗ miſchen Luft bald ſeine eingeimpfte Kriegsluſt ver⸗ lieren.“

Bei dieſen Worten des Freundes ſprang Germa⸗ nos, wie von einem elektriſchen Schlag durchzuckt, vom Sitze auf und rief:

„Bei Gott, Volker, nun, aber auch erſt nun haſt Du recht! Ha! wenn es gelänge, die Solda⸗ ten zu gewinnen, oder auch nur Einige unter ihnen zum Abfall zu bewegen! In jeder Uniform ſteckt ja doch im Grunde ein Menſchenkind, und gelänge es, dieſen Phalanx der Dynaſtie zu durchbrechen, die Disciplin zu lockern, das ſtarre Wort Subordi⸗ nation zu entkräften und den Soldaten für die Sache der Freiheit zu gewinnen, ſo wäre damit ein Sieg errungen, wie ihn eine Armee von hunderttauſend dummen Bauern nicht erringen kann! Und dies iſt auch gewiß nicht ſo ſchwer, als es den Anſchein hat; denn daß unſer Militair bereits ſtark vom demo⸗ kratiſchen Geiſt inficirt iſt, dafür haben wir in der jüngſten Zeit mehr als ein Beiſpiel erlebt. Wie ſollt es auch anders ſein unſer ganzes Militairſyſtem iſt dergeſtalt auf die Spitze der Unnatur und Bar⸗