Georg Volker. 41
daß der Sohn ſich nicht minder als der Vater die Erweiterung und Erhaltung des Ganzen angelegen ſein läßt. Freilich iſt's auch eine ganz andere Sache mit einem eigenen Beſitzthum, ſtatt eines Pachtguts, und ich denke, Sie haben es nicht bereut, den Hof noch bei Lebzeiten meines Oheims käuflich an ſich gebracht zu haben.“
Unter dieſem und andern Geſprächen führte Georg den Grafen, der ſeinen Arm nicht wieder losließ, auf dem ganzen Hof umher und zeigte ihm alle Einrichtungen der wohlgeordneten Landwirthſchaft.
„Apropos!“ fragte der Major plötzlich,„wo iſt denn der eurioſe Chriſt hingekommen, ich meine den Narren, der dort hinten in dem alten Thurm wohnte?“
„Ich mußte ihn wegen einer Spitzbüberei fort⸗ jagen, weiß aber nicht, wo er hingekommen iſt,“ verſetzte Volker ausweichend.
Darauf zeigte er ſeinem Gaſt noch die Ruinen und ſie gingen dann durch den großen Garten in das Wohnhaus, wo Volker den Major in ſeine Bibliothek führte.
„Aber ſagen Sie mir, wie kommen denn die vielen Bücher hierher?“ rief Dieſer, nachdem er ſich von ſeinem erſten Erſtaunen erholt hatte.„Erſt


