34 Georg Volker. uns geduldig die Nebelkappe wieder über's Ohr ziehen!“
„Davon iſt nicht die Rede!“ ſagte Volker är⸗ gerlich.„Aber um gegen Soldaten zu kämpfen, dazu bedarf es mehr als wir vermögen. Oder willſt Du, daß wir uns in einen blutigen Kampf wagen, deſſen Ausgang vorausſichtlich unſre Niederlage ſein wird? Und wie, das frage ich Dich, Germanos, wie wird man ein ſolches, mehr als tollkühnes Wagniß im übrigen Deutſchland beurtheilen? Wird man nicht mit Recht uns verdammen, daß wir da⸗ mit die Sache des Vaterlandes ſelbſt auf's Spiel geſtellt haben! Wahrlich, den Feinden der Freiheit könnte nichts erwünſchter kommen, als ein ſo unzei⸗ tiger Putſch, der leicht vom Rhein bis zur Oder den ganzen ſchwererrungenen Sieg der Revolution wieder ebenſo ſchnell vernichten könnte. Denn man braucht gewiß keine große politiſche Einſicht zu be⸗ ſitzen, um einzuſehen, daß ein Odenwälder Bauern⸗ aufſtand, ohne eine allgemeine gleichzeitige Erhebung des geſammten deutſchen Volks, im beſten Fall enden wird wie der Bauernkrieg im Mittelalter.“
„Volker! Volker! Das ſagſt Du?“ ief Germanos mit vor Zorn und Staunen bebenrder Stimme. „Darum alſo haſt Du uns ſo lange mit der Ent⸗


