Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 2¹

„Meuterer? Was Meuterer!“ rief der Alte zorn⸗ glühend und ballte die Fauſt, indem er ſagte:„Wart', Jungs, ich will Dich lehren, reſpectirlich von Dei⸗ nem alten Pflegevater zu reden! Ich ein Meuterer? Und Du willſt mich im Zaum halten? Du? Hier hat Niemand im Zaum zu halten, als der liebe Herrgott und ich— verſtandevu, Milchbart?“ „Nein, ich verſtehe Sie bei Gott nicht, beſter Herr Vetter!“ verſetzte Paul.„Wer denkt denn daran, Ihnen ein Leids zu thun? Nur für die Umſturzmänner ſind wir da, für die Krawaller, die Geſetz und Obrigkeit verhöhnen und den Aufruhr von einem Dorfe zum andern tragen. In der Stadt glaubte man ſchon, der ganze Odenwald ſei in Re⸗ bellion; darum erhielten wir noch geſtern ſpät in der Nacht den Befehl vom Kriegsminiſterium zum ſchleunigſten Aufbruch. Unſer ganzes Bataillon iſt in's Gebirge ausgerückt. Der beſondern Gunſt mei⸗ nes Majors verdank' ich es, daß er mich mit hier⸗ her nahm, um bei dem Auditor Fourierdienſte zu thun, während meine Compagnie und eine Schwa⸗ dron nach Losbach beordert wurden, wo die Rebellen vorletzte Nacht das Amthaus in Brand geſteckt und einen Gendarmen getödtet haben. Was aber der Herr Vetter eigentlich gegen mich hat, daß er ſo