8 Georg Volker.
denen gerichtlichen Aufnahme des Thatbeſtandes in ſeinem blinden Haß geneigt geweſen, Georg der An⸗ ſtiftung zu beſchuldigen, und den muthigen Retter des Müllers in den Verdacht des Mordbrenners zu bringen. Zum Glück für Volker ſprachen die That⸗ ſachen genug für ſeine Unſchuld, und ſein Feind konnte ihm diesmal nichts anhaben, ſo ſcharf und parteiſch auch der Amtmann inquirirte; aber des Grafen Bruſt kochte ſeitdem vor Wuth nur noch mehr und natürlich blieb er dabei, daß hier ein unerhör⸗ ter politiſcher Parteihaß im Spiele ſei; denn der Müller war als„reactionair“ bekannt und ſtand in hoher Gunſt bei dem gnädigen Herrn.— Eugenia hatte ſo viel Gewalt über ſich behaup⸗ tet, alle dieſe ſchmählichen und zum Theil höchſt ab⸗ geſchmackten Verdächtigungen, womit der Graf den Freund überſchüttete, ſchweigend hinzunehmen; den⸗ noch konnte ſie nicht verhüten, daß, ſo oft auf Vol⸗ ker die Rede kam, eine dunkle Gluth ihr Ant⸗ litz bedeckte und ihr ganzes Weſen in eine fieberhafte Aufregung gerieth. Mehr als einmal war ſie im Begriff, dem Grafen ein Wort in's Geſicht zu ſchleu⸗ dern, das wohl beſſer als jede andere Vertheidigung für Volker's Unſchuld gezeugt hätte; nur der Gedanke, daß dieſes Wort noch immer geſprochen werden könnte,


