Teil eines Werkes 
3. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 7

umgewandelten Sinnesänderung mehr waren. Den⸗ noch gingen ihr die Leute, wo ſie ſich zeigte, nach wie vor ſcheu und mißtrauiſch aus dem Wege, und je mehr Güte und Herablaſſung ſie verſchwendete, um ſo mehr kihrte das gegen ſolche Huld unempfind⸗ liche Volk ſeine rohe und undankbare Seite heraus; denn der gemeine Mann hat hierin einen ſicherern Inſtinct als der Vornehme weiß, und ſehr wohl un⸗ terſcheidet er das Wohlthun um Gotteswillen von dem um des Wohlthuns ſelber willen.

Von allen Perſonen im Schloſſe war Eugenia

in dieſen Tagen der bangen Gewitterſchwüle die be⸗

wegteſte, und ſeltſam contraſtirte ihr Weſen mit der zuverſichtlichen und heiteren Stimmung, die ſie noch jüngſt den ängſtlichen Verwandten gegenüber gezeigt hatte. Jede neue Nachricht von der revolutionairen Bewegung im Volke erſchreckte ſie auf das Heftigſte; und des Grafen racheglühender Blick, ſo oft eine ſolche Botſchaft im Schloß anlangte, ſeine furchtba⸗ ren Verwünſchungen gegen die Urheber, ſeine Drohun⸗ gen gegen Volker beunruhigten ſie faſt eben ſo ſehr, wie der Gedanke, Georg möge ungeachtet ihrer War⸗ nung einem ſolchen Feinde über kurz oder lang eine Blöße zeigen. War doch der Graf ſchon beim Brand der Mühle und der am andern Morgen ſtattgefun⸗