Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 327

getheilt habe; ſie ſchilderte ihm dann mit feierlichem Gefühl die heilige Bedeutung dieſes Ortes und daß ſie ſelbſt und Paul der Mutter kurz vor der ſchreck⸗ lichen Kataſtrophe im Förſterhaus, einen Eid hätten ablegen müſſen, niemals die Eulobe zu verrathen. Damals habe die Mutter beide Kinder vollſtändig entkleidet und ſie nackt auf den heiligen Stein ge⸗ legt; darauf ſei ſie ſelbſt langſam um den Altar ge⸗ wandelt, und habe das furchtbare Baloſchalied an⸗ geſtimmt, jenes Lied, das den alten Fluch der Zi⸗ geuner bedeute, womit dieſe den Grafen Bodo und deſſen Nachkommenſchaft bis in's fernſte Glied den hölliſchen Mächten überliefert und das Weh über Vater und Enkel ausgeſprochen hätten, damals als ſie aus einem Lande flohen, wo man ſie mit Hunden gehetzt und gleich den wilden Thieren des Gebirges gejagt habe.

Dann zeigte Annli dem Geliebten die ſeltſamen Figuren und Zeichen auf der vorderen Seite des Steines und erklärte ihm deren Bedeutung, indem ſie bemerkte, daß ſie einen heiligen Spruch der Zi⸗ geuner ausdrückten, der Jeden ihres Stammes ver⸗ damme, welcher die Eulobe an einen weißen Men⸗ ſchen verrathe.

Und das iſt wieder nur Baloſcha! fügte ſie