326 Georg Volker.
ſtand und mit immer größerem Zweifel an dem Fel⸗ ſen auf und nieder blickte, da rauſchten plötzlich die Blätter auseinander, ein glänzender Arm griff zau⸗ berhaft aus dem Felſen; betreten wich Georg einen Schritt zurück; gleich darauf zertheilte ſich die Laub⸗ hülle noch weiter und Annli's ganze Geſtalt trat gleich einem anmuthigen Blendwerk aus dem Felſen hervor.
„Komm, komm, hier iſt's!“ ſagte ſie und zog den ſtaunenden Georg in die Eulobe.
Mit großen Augen blickte Georg in der geheim⸗ nißvollen Grotte umher und mehrere Minuten ver⸗ gingen, ehe er das Mädchen, das mit ſtrahlenden Augen jede ſeiner Mienen beobachtete, fragen konnte, was das für ein Ort ſei?
Annli zögerte nun nicht länger, ihm Alles mit⸗ zutheilen, was ſie ſelber von der Eulobe und deren Geſchichte wußte. Auf dem altarähnlichen Stein in⸗ mitten der Höhle ſaß ſie neben Volker, hatte den Arm feſt um ihn geſchlungen, und erzählte ihm, mit vor innerer Erregung glühendem Geſicht, was ſie ſelbſt einſt über die Eulobe von der Mutter gehört hatte. Sie ſagte ihm, wie dieſe ſie ſchon als klei⸗ nes Kind mit Paul hierher getragen und ihnen die Geſchichte von den Zigeunern, ihren Voreltern, mit⸗


