Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 315

worfen und mit bebender Stimme, wie verfolgt von allen böſen Geiſtern, jenes Hauſes ihn um Rettung angefleht! Und ihr Verhältniß zu den gräflichen Anverwandten, die ihr trotz des nahen Blutes ſo fremd, ſo kalt gegenüberſtanden, war es nicht ganz geeignet, zwiſchen ihr und Jenen, die nichts kannten als ihren Egoismus und ihre Standesvorurtheile, eine nie auszufüllende Kluft zu bilden? Aber ſelbſt, wenn auch alle dieſe Fragen und Betrachtungen er⸗ folglos blieben und vielerlei Deutungen und Zweifel zuließen, eine Thatſache ſtand feſt, und Georg hatte dafür den doppelten Beweis in Händen, daß näm⸗ lich Eugenia jede Rückſicht gegen ihre Verwandten bei Seite ſetzte, wo es ſein Heil, ſeine Rettung galt!

So reflectirte Georg's Verſtand, und was ſagte ſein Herz? Iſt' nicht Eugenia, die, demſel⸗ ben Geſchlecht entſproſſen, das dich als Baſtard ver⸗ ſtößt, ſichtbar von der Vorſehung dazu beſtimmt ſcheint, die Schuld zu ſühnen, die jenes Haus ge⸗ gen dich geübt hat? Iſt ſie ſo nicht gleichſam dei⸗ nes Schickſals mildverſöhnender Genius? Wacht ſie nicht über dir, dein rettender Engel, in demſelben Schloſſe, wo deines Daſeins geheimnißvolle Urkun⸗ den verborgen liegen? In demſelben Schloſſe, wo das böſe Gewiſſen der alten Unthat ſchlummerlos,