Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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314⁴ Georg Vvolker.

für uns am geheimnißvollſten und unmerkbarſten. Wir hören nur das Rauſchen eines welken Herbſt⸗ tt ährend vielleicht in unſerm Innern ein ganzer ühling von Hoffnungen und Blüthenträu⸗ men dahin ſtirbt; und wie mit dem Vergehen, ſo iſt es auch mit dem Werden in uns: Wir ſehen nicht die Hand, wir ahnen nicht die Saat, welche dieſe in unſer Herz ausſtreut; langſam aber ſicher keimt das Korn bald des Segens, bald des Unheils in uns auf, und lange, bevor wir noch dem Bild von Sais in's unverſchleierte Antlit blicken dürfen, berei⸗ tet ſich uns durch Täuſchung und Ahnung, durch Dämmern und Träumen der Moment des wirklichen Schauens vor, der über unſer ganzes Sein entſchei⸗ den ſoll.

Wir wollen nicht behaupten, daß Georg des Freundes Neckereien im Grunde mehr Glauben und Aufmerkſamkeit geſchenkt hätte als ſie wirklich ver⸗ dienten; aber ſicherlich trugen ſie dazu bei, ihn faſt unmerklich zu Betrachtungen zu führen, die dem, was Germanos mit leichtfertiger Zunge plauderte, allerdings eine tiefere Bedeutung verliehen. War doch Eugenia unglücklich wie er ſelbſt; kannte ſie doch ſein Schickſal, ſeine Abkunft; hatte ſie ſich doch damals im Schloß hülfeſuchend in ſeine Arme ge⸗