Georg Volker. 17
Land mit ſo verlockenden Farben ausgemalt, daß ſie ſchon um deswillen geneigt waren, ihm auch weiter zu folgen.
Volker war von Anfang an gegen dieſe Demon⸗ ſtration; er hätte lieber, ſeiner ganzen Gefühls⸗ und Denkungsart nach, ein ſtilles Begräbniß gewünſcht; denn es war ſein feſter Vorſatz geweſen, die Sache auf anderem Wege zu verfolgen und als Ankläger gegen den Grafen bei dem höchſten Gerichte des Lan⸗ des aufzutreten; aber des Hauptmanns Drängen und Bitten nachgebend, ließ er es endlich geſchehen, erſchien ſelbſt bei der Beerdigung und gab ſogar durch ſeine Großmuth, mit welcher er ſich der Hinterlaſſenen des Wilddiebes erbarmte, der ganzen Feierlichkeit noch größeren Nachdruck. Der gemeine Mann erblickte in dieſem Akt der Menſchenliebe ebenfalls nur eine ab⸗ ſichtliche Demonſtration gegen den Grafen, und bald ſtand es allgemein feſt, daß Volker und der Haupt⸗ mann die Urheber dieſer auffallenden Beerdigungs⸗ feier geweſen ſein.
Was Erſterer befürchtet und Letzterer recht ei⸗ gentlich bezweckt hatte, traf wirklich ein; denn es währte nicht lange, ſo zeigten ſich ſchon die üblen Folgen der durch alle dieſe Vorgänge aufgeregten
Stimmung unter den Bauern, und täglich liefen neue II. 2


