Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker.

Klagen ein über Mißhandlungen gräflicher Diener und Beamten, Ueberhandnahme des Waldfrevels, öffentliche Verhöhnung des gräflichen Anſehens u. dergl. m. Der Geſetze Kraft erlahmte, und ihren Vollſtreckern ſank der Muth, je größer die perſön⸗ lichen Gefahren wurden, deren ſie ſich in ihren Amts⸗ handlungen ausgeſetzt ſahen. Diegemüthliche Anar⸗ chie nahm täglich mehr überhand, die revolutionaire Preſſe der benachbarten Städte ſchürte tüchtig zu, und alle Vorboten deuteten auf eine ſehr bedenkliche Kata⸗ ſtrophe. Die Revolution ſpukte wie ein Kobold im ganzen Odenwald; und wenn auch nirgends ſchon ein Complot beſtand, ſo bekundete doch überall ein und derſelbe Geiſt des Haſſes und der Erbitterung die Abſicht, welche die Bauern bei ihrem feindlichen Auftreten gegen den Grafen und die Obrigkeit leitete. Auf dem friſchen Grabhügel Konrad Stein's ſaß die Nemeſis alter und neuer Unthaten und wartete auf den Moment, wo ſie ihre Brandfackel in's Land ſchleudern konnte. Denn der Graf hatte Wind ge⸗ ſäet und ſollte darum Sturm ernten.