Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 13

loſen Zuge das Volk anſchloß, zuerſt die Männer, dann die Weiber. Der Hauptmann hatte dem Wild⸗ dieb auf ſeinem eigenen Erbbegräbniß die letzte Ruheſtätte angewieſen, und hier hielt er denn nun vor der verſammelten Menge eine Rede, die der des Antonius an der Leiche des gemordeten Cäſar nicht an Kunſt und tiefer Wirkung nachſtand. Er ſagte kein Wort von dem Grafen, berührte ſelbſt den Tod des Verſtorbenen nur oberflächlich, hielt aber dafür einen langen erſchöpfenden Vortrag über das Jagd⸗ regale und die Erbpacht, ging dann zur Forſtcultur über, zeigte nach, wie eine Gemeinde ohne eigenthüm⸗ lichen Wald und freie Jagdgerechtigkeit kaum beſſer d'ran ſei, als ein Dorf ohne Schulhaus und Kirche, ver⸗ breitete ſich ſpäter über die Gemeindeverwaltung im All⸗ gemeinen, wies ihre einzelnen Schäden und Mängel nach, trotz des ſcharfſinnigſten Staatsökonomen, und entwickelte ſchließlich eine eben ſo vriginelle als leicht⸗ faßliche Steuerreform, bei welcher er ſich zu dem Grundſatz bekannte, daß der Menſch drei Dinge in der Welt nicht zu verſteuern brauche, nämlich erſtens den lieben Gott, alſo auch nicht Kirche und Schule; zweitens die Gerechtigkeit, alſo auch keine Gerichts⸗ ſporteln, Papierſtempel und Prozeßkoſten, und drittens ſein böſes Gewiſſen nicht;denn, meinte der alte Bär,