10 Georg Volker.
ſchem Recht und Beweis, wo das aus dieſen herge⸗ leitete Unrecht von ihm getragen werden ſoll; und es iſt ſchwer zu entſcheiden, was ihn im Grunde weniger kümmert: der Urſprung ſeines Elends oder
die Frage, wie es anders werden ſoll? Ihm genügt
zu ſeinen politiſchen Combinationen, daß es anders werden muß, und darum greift er klüglicherweiſe zu⸗ nächſt nach der Hand, die ihm die Kehle zuſchnürt und ſucht ſich ihrer zu erledigen. Wer ihm die Kuh aus dem Stalle führt, der iſt ſein Feind, nicht der Staat, der die Kuh verkauft und ſich aus deren Er⸗ lös für den Steuerrückſtand bezahlt macht, und ſo verfährt er bei Allem, was ihm das Leben ſauer macht, ohne daß er eigentlich, um uns eines zwar
traurigen, aber gewiß richtigen Bildes zu bedienen,
die Hand ſieht, die ihn zur Dreſſur abrichtet und und das Korallenband feſtſchnürt.
Der„Grafenſchuß,“ wie man bald allgemein den Mord des armen Wilddiebes nannte, war in der That ein Schuß in eine offene Pulvertonne gewe⸗ ſen; denn er ertödtete im Volke den letzten Reſt des angeborenen Sklavenſinnes, den letzten Funken der Pietät gegen das„angeſtammte“ Haus, und weckte in den Landen, die unter der gräflichen Willkürherr⸗ ſchaft ſeufzten, eine unſägliche Erbitterung und Rache;
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