Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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262 Georg Volker.

kürlich in dieſer Erſcheinung eine bedeutungsvolle Zu⸗ gabe zu dem verhängnißreichen Tage erblickte, und in dem Flammbild im Norden, das ja zudem von Alters her für ein ſchlimmes Vorzeichen betrachtet wird, noch mehr ſah als ein bloßes Phänomen der Natur. Ein gewiſſer fataliſtiſcher Zug war ihm von jeher eigen geweſen, und der Gedanke, daß gerade heute dieſes ſo ſeltne Licht ſich zeigte, weckte wieder all ſeine vo⸗ rige Beängſtigung.

Ja, ich verſtehe Dich, alter Geiſt der Nacht, ſprach er vor ſich hin;was mir der Tag verſchweigt und der Sonne goldner Strahl mir nicht zeigen kann, das offenbarſt Du mir, heil'ge Nacht, und zeigſt und

deuteſt mir in Deines Himmels Feuerſchrift die Hie⸗

roglyphen meines Lebens! Dort das blutroth flam⸗ mende Licht in der dunklen Wolkenregion, und hier der Wahrheit ahnungsvolles Aufdämmern in der dun⸗ klen Menſchenbruſt, wie gleichen ſich nicht beide! Licht in der Nacht und doch keine Klarheit, das iſt's ja, was meinen Geiſt ſchon an die Gränze des Wahn⸗ ſinns führte, was mich beſtändig verfolgt wie der tonloſe Schritt der Eumenide und mir mein Leben zur Qual macht! Ja, und wie dort der feurige Schein die Menſchen ängſtigt und täuſchet, daß ſie erſchreckt aus ihrem Schlummer auffahren und der

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