Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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260 Georg Volker.

Auch Volker fand zuletzt ſeinen guten Engel wie⸗ der; und in brünſtigem Gebete zu ſeinem Schöpfer kehrte ihm Frieden, Muth und Hoffnung zurück; noch einmal ſuchte ſein Auge das Fenſter Eugeniens; es war dunkel geworden und dies mahnte ihn gleichfalls zur Heimkehr.

Da mit einem Mal wurde es ſonderbar hell, wie wenn der volle Mond hinter wallendem Gewölk her⸗ vortrete. Aber es war nicht der Mond; und als Volker aufſchaute, ſah er zu ſeinem Erſtaunen hinter dem nördlichen Waldgebirge einen weithin leuchtenden feuerrothen Schein, der ſich prächtig in nordöſtlicher Richtung am Horizont ausdehnte und ihm in wun⸗ derbarer Klarheit ein eben ſo ſeltnes als majeſtätiſches Nordlicht zeigte. Wie ein Morgenroth in dunkler Nacht trat das herrliche Phänomen hinter dem fels⸗ gezackten Gipfel des Eulobenkopfs hervor; flammte immer heller und röther empor, und beinahe hatte es das Anſehen, als ſtrahle der ganze nördliche Him⸗ mel im Widerſchein eines entfernten großen Brandes. Georg indeſſen erkannte es ſogleich als das, was es war; denn deutlich unterſchied er den dunkelbraunen Bogen im flammenden Hintergrund, aus welchem die hellleuchtenden Strahlenbüſchel faſt bis in die Gegend des Polarſternes hervorſchoſſen, bald in tie⸗