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Georg Volker. 257
war es die Vorſtellung, daß ſie um ſein Schickſal wiſſe und darum im Mitgefuhl ihrer ſchönen Seele jene Warnung gewagt habe, nach deren Urheber er bis jetzt vergebens geforſcht hatte.
Dieſe Betrachtung ergriff ihn ſo mächtig, daß ihm die Thränen aus den Augen ſtürzten und er er⸗ ſchüttert ausrief:
„So iſt alſo noch außer jenen beiden Böſewich⸗ tern ein Herz in der Welt, das Dein unverdientes Schickſal kennt und Dich bemitleidet! Aber von wannen kam ihr dieſe Kenntniß, und wer ſagte ihr, daß ſo dicht in ihrer Nähe an meinem Verderben gearbeitet wurde? Hat ihr ſcharfes Auge den Plan des tückiſchen Grafen durchſchaut? Hat ein Zufall ihr entdeckt, woher jene Schenkungs⸗Urkunde ſtammt und warum mir der habſüchtige Alfred den Beſitz meines Hofes nimmer gönnen kann? Aber ſagte ſie nicht, daß ein Wunder des Himmels ihr Alles ver⸗ rathen hätte? Ja! So muß es auch ſein, denn ohne ein Wunder war ich nicht zu retten, und ohne dieſes
Wunder hätte ſelbſt der treue Freund vergebens mich
vor einer Gefahr gewarnt, deren Nähe wir zwar kannten, deren Größe jedoch uns Beiden verborgen blieb.“.
Aber ſo ſehr ſich ſeine Einbildungskraft abmühte, I. 3 17


