2⁵6 Georg Volker.
müth, als er jener Zeit gedachte, wo er als Kind auf dieſer Stelle geſeſſen, und mit hellen unſchuldi⸗ gen Augen hinausgeblickt hatte in die ferne große Welt, in der er ſich ſpäter ſo einſam und heimath⸗ los fühlen ſollte.
Still, in Dämmerung verſchleiert, lag die Land⸗ ſchaft vor ihm, und das Dorf ruhte faſt ganz im Schatten des Berges, der es deckte. Auch das Schloß gegenüber zeigte ſich dem Auge nur in dunklen Um⸗ riſſen; bloß ein einziges Fenſter nach der großen Terraſſe zu war erleuchtet, und hell ſchimmerte von dort ein Strahl herüber, wie der Wink rettender Verheißung dem von des Lebens wilden Wogen umhergetriebenen Schiffer. Es war Eugeniens Fenſter, derſelben Eu⸗ genia, die ihm noch vor wenig Stunden ſo nahe ge⸗ weſen, deren Athem ſeine Lippen berührt, deren Herz an dem ſeinigen geſchlagen hatte, während ihr Mund Worte redete, die ihm bis in die innerſte Seele wi⸗ derhallten.
Lebendig ergriff ihn die Erinnerung daran und an das, was jener Worte Zauber in ihm geweckt hatte; aber mehr noch als der Gedanke, daß ſie es ge⸗ weſen, die ihn von des Grafen tückiſcher Abſicht und der Gefahr unterrichtet hatte, in der er ſo lange ohne Ahnung ſchwebte, mehr noch als dieſer Gedanke,


