Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 247

Himmel lebt und ſein allwiſſendes Auge es ſieht, welche Qual ich ſeit jenem Tage in dieſem Hauſe erdulde!

Sie verſtummte plötzlich, riß ſich mit einem kurzen krampfhaften Weinen, das ihm durch die in⸗ nerſte Seele ſchnitt, von ihm los, ergriff mit zitternder Haſt ſeinen Arm und ſagte, indem ſie ihn nach der Treppe drängte:

Eilen Sie! Kehren Sie nimmer wieder in dieſes Schloß zurück, ihr Todfeind wohnt in dieſen Mau⸗ ern, aber an einem andern Ort will ich Sie ſpre⸗ chen, und dann ſollen Sie erfahren, in welche Hände Gott Ihr Schickſal gelegt hat, und welches Herz

Volker ſah die Verſtummende einen Moment ſtau⸗ nend ſprachlos an plötzlich er wußte nicht wie ihm geſchah ſank der Schleier von ſeiner Seele, er hatte das Rechte gefunden, und kaum noch ſeiner Sinne mächtig, ſtammelte er, als ob er plötz⸗ lich vor einer lichten Viſion ſtände:

Wie, Gräfin Eugenia, ſo waren Sie der En⸗ gel, der mich warnte, rettete als das Unheil ſchon meine Schwelle überſchritten?

In dieſem Augenblick vernahm man vom Saale her Stimmen, Eugenia verſchwand durch die nächſte Thür und Volker ſtand da, als hätte ihm der tönende