Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 24⁵5

gewalt niederſtürzt und ihn zu vernichten droht, wenn noch der eine rettende Moment ungenützt vet⸗ ſtreicht. Und Graf Alfred erkannte dieſen Moment und beugte ſich; aber ſelbſt noch in ſeiner Angſt und Demüthigung unmenſchlich, tief er:

So nehmt den Hallunken! Ich hoffe, er hat den Reſt und wird bald vollends des Henkers ſein!

Er warf Volker noch einen drohenden Blick zu, und ging dann, auf den Arm ſeines Amtmanns ge⸗ ſtützt, faſt erſchöpft vom ohnmächtigen Grimm aus dem Saale, ohne ſich weiter um ſeine Gemahlin zu bekümmern, die ſich erſt langſam von ihrer Betäubung erholte.

Volker aber gab ſogleich mit lauter Stimme dem immer ſtärker andrängenden Bauernhaufen Kunde von der Freilaſſung des Verwundeten, welche Nach⸗ richt mit einem wild triumphirenden Jauchzen aufge⸗ nommen wurde und ſich ſchnell aus den Vorzimmern die Treppe hinunter, die gleichfalls ſchon dicht mit Bauern beſetzt war, unter die im Hofe verſammelte Menge verbreitete. Aber auch furchtbare Verwün⸗ ſchungen gegen den Grafen wurden dazwiſchen laut; und Volker mußte ſeinen ganzen moraliſchen Einfluß auf die aufgeregten Gemüther aufbieten, um ihre Racheluſt zu zähmen und ſie von weiteren Gewalt⸗