Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 243

iammerte die Gräfin in Todesangſt, und hing faſt an Volker's Halſe; denn draußen tobten und heulten die Bauern immer furchtbarer, Hunderte von Stim⸗ men brüllten Volker's und des Wilddiebs Namen, Feuer! ſchrieen andere, noch einmal rief Georg:

Kein Bedenken, Herr Graf, geben Sie auf der Stelle den Gefangenen dem Volk heraus, oder ſeien Sie gewärtig

Volk? Volk! ſchrie der Standesherr, blaß vor Wuth.Ha! Ich will doch ſehen, wer dieſes Volk iſt und ob ſie meinen Anblick ertragen können!

Mit dieſen Worten wollte er an's Fenſter ſtürzen und daſſelbe aufreißen, als plötzlich die Scheiben praſſelten und dicht an ſeinem Kopfe vorüber ein mächtiger Stein, wie von einer Rieſenfauſt geſchleu⸗ dert, in den Saal flog und donnernd an der hintern Wand einen prächtigen venetianiſchen Spiegel zer⸗ trümmerte. Die Gräfin ſank laut aufſchreiend ohn⸗ mächtig in die Arme ihrer Kammerfrauen, der Graf ſtand ſtarr und ſteif, als hätte ihn ein Blitzſtrahl ge⸗ troffen, ſchon zeigten ſich in den vordern Gemächern mehrere wildausſehende, mit Beilen und Prügeln be⸗ waffnete Bauerngeſtalten, die der würdige Pfarrer des Dorfes vergebens vom weiteren Eindringen ab⸗

zuhalten verſuchte; und erſt als Volker ihnen winkte, 16*