236 Georg Volker.
und daß ich nicht die Macht beſitzen würde, das Aeußerſte zu verhüten, ſofern dem gerechten Begehren, das ich Ihnen im Namen Ihrer Unterthanen vor⸗ tragen ſoll, nicht die ſchleunigſte Erfüllung wird.“
„Was reden Sie da von Unterthanen!“ herrſchte ihn der Graf im heftigſten Zorne an.„Meuterer, Vagabunden, Wilddiebe— nichts ſonſt! Und Sie? Was haben Sie mit dieſem Geſindel zu ſchaffen? Wer giebt Ihnen das Recht, hier von Gefahr für mich und die Meinigen zu ſprechen?“
„Ihre Lage, Herr Graf,“ verſetzte Georg mit großer Ruhe.„Beſtreiten Sie mir nicht ein Recht, das ich eben ſo wohl in Ihrem eignen Intereſſe, wie in demjenigen Ihrer Unterthanen ausübe, indem ich hier ungerufen erſcheine, um Ihnen im Auftrag und nach dem einſtimmigen Willen des unten verſammel⸗ ten Volkes—“
„Willen! Wer hat hier einen Willen, wenn ich nicht will,“ rief der Graf in drohendem Tone.„Sa⸗ gen Sie's offen heraus, Sie gehören zu Denen, die Sie heraufgeſchickt haben!“
„Warum nicht!“ erwiederte Georg und kämpfte mit ſichtlicher Gewalt ſeine innere Bewegung nieder. „Ich gehöre mit Leib und Seele zu dem Volke, das mir vertraut und das ich ſo glücklich war, trotz ſeiner


