Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 235

Zwölftes Capitel.

Eine Minute ſpäter trat er feſten Schrittes, denn Niemand war da, der ihn hätte anmelden ſollen, mit dem Hut in der Hand in den Saal, unter die in ängſtlicher Spannung ſeiner Ankunft harrenden Schloßbewohner.

Der Graf ſaß neben der todtbleichen Gräfin auf dem Sopha, ihm zur Seite ſtand der Amtmann, deſſen Züge, von der Furcht blaſſer Farbe ganz über⸗ goſſen, vor allen andern die Beſtürzung und Rath⸗ loſigkeit verriethen, welche in dieſen Räumen fürſtli⸗ cher Pracht und Hertlichkeit herrſchte.

Ohne aufzuſtehen, ſah der Graf dem Eintretenden finſter entgegen und winkte erſt, als Volker nach einer ſtummen Verbeugung ſeine Anrede erwartete, ſchwei⸗ gend mit der Hand, was Dieſer eben ſo gut für einen ungnädigen Gruß, wie für das Zeichen nehmen konnte, ſeine Meldung vorzubringen.

Georg that Letzteres, indem er ſprach:

Herr Graf, Frau Gräfin, erlauben Sie mir Ih⸗ nen zu ſagen, daß Sie in höchſter Gefahr ſchweben