232 Georg Volker.
barſchen Worten dem Amtmann, dies den Bauern als ſeinen letzten Beſchluß kund zu thun, und ſie zu⸗ gleich in ſeinem und des Geſetzes Namen unter An⸗ drohung ſchwerer Strafe aufzufordern, ſofort den Schloßhof zu verlaſſen.
Der Amtmann, dem es durchaus nicht wohl bei dieſer Sache zu Muthe war, begab ſich zögernd in's Vorzimmer, um vom Fenſter aus die Bauern anzu⸗ reden und ſie im Guten oder Schlimmen, aber wo möglich doch mehr in erſterem, zu bewegen, von ih⸗ rer Gewaltthat abzuſtehen. Kaum aber zeigte er ſich, ſo entſtand ein ſo furchtbarer Tumult, daß er für gerathen fand, ſich dem Volkshaufen ebenſo ſchnell wieder unſichtbar zu machen und mit der Mel⸗ dung von dem Vergeblichen ſeiner Bemühung zu dem Grafen zurückzukehren.
„Es giebt nur ein Mittel, gnädigſter Herr, die meuteriſche Rotte zu befriedigen,“ ſagte er zitternd und blaß wie ein Schatten.„Laſſen Sie in gnädig⸗ ſter Berückſichtigung der augenblicklichen dringenden Umſtände den Gefangenen los, damit nur die Bau⸗ ern erſt einmal abziehen. Ew. Erlaucht brauchen nicht zu ſorgen, daß es mir nicht nachträglich gelin⸗ gen werde, die Schuldigen herauszufinden und zut
wohlverdienten Strafe zu ichem 4„


