Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Georg Volker. 23¹

Dies Alles ſah die Gräfin vom Fenſter aus und wollte eben mit vieler Geiſtesgegenwart hinuntereilen, um den Dienern die Freigebung des Wilddiebes an⸗ zubefehlen, als Graf Alfred, der unterdeſſen durch das hintere Schloßthor zurückgekehrt war, ſchäumend vor Wuth in den Saal trat, und den ihm folgenden Jägern und Dienern mit heiſerer Stimme zurief, aus den Fenſtern auf die Bauern zu ſchießen.

Schon griff er ſelbſt nach einer Büchſe, als die Gräfin ſich in namenloſer Angſt an ſeine Bruſt warf und ihn beſchwor, den wüthenden Bauern keinen Widerſtand zu leiſten. Ihr Anblick, und noch mehr das immer drohender werdende Geheul unten im Hofe gaben dem Grafen noch rechtzeitig die Beſin⸗ nung zurück und belehrten ihn über das Gefährliche eines ſo ungleichen Kampfes.

Aber vergebens waren die Bitten ſeiner Gemah⸗ lin und die Vorſtellungen der übrigen anweſenden Perſonen, ihn zu bewegen, den Wilddieb frei zu ge⸗ ben und dadurch die Wuth der Erbitterten zu be⸗ ſchwichtigen. R Zröße durch ſein Zaudern die Ge⸗ fahr wurde, um ſo hartnäckiger beſtand er auf ſei⸗ nem Willen, und zu der Kugel, die dem Unglůckli⸗ chen im Fleiſche ſaß, ſollte nun noch die Strafe des Geſetzes hinzukommen. Demzufolge befahl er mit