Georg Volker. 229
Der Amtmann ſtand wie an den Boden gena⸗ gelt, Schrecken und Staunen lähmte ſeine Zunge; dieſe kurze, aber ihm ſehr deutliche Kritik ſeiner wer⸗ then Perſon hatte ihn dergeſtalt aus dem Concept gebracht, daß er gar nicht wußte, wie er ſich dabei benehmen und was er zu ſeiner Rechtfertigung vor⸗ bringen ſollte. Auch die Gräfin erholte ſich nur langſam von ihrer Beſtürzung über Eugeniens Hef⸗ tigkeit und hatte eben ein Wort der Entſchuldigung auf den Lippen, als plötzlich vor dem Schloſſe ein verworrener Tumult entſtand und das Schreien und Durcheinanderreden vieler Stimmen Beider Aufmerkſam⸗ keit auf ſich zog. Erſchrocken eilte die Gräfin an's Fenſter und ſah einen großen Haufen Bauern, die in wildem Andrang mit den von der Jagd zurück⸗ kehrenden gräflichen Dienern, Lttztere bei Weitem die Schwächeren an der Zahl, handgemein geworden wa⸗ ren, ſo daß die Leute des Grafen Mühe hatten, das Schloßthor zu behaupten, in welches die Bauern ein⸗ zudringen verſuchten.
„Da haben ſie den Wilddieb!“ rief der Amt⸗ mann, den ein Blick auf die Gruppe der Streitenden ſogleich über des Kampfes Urſache belehrte.
zirklich ſah die Gräfin inmitten des Knäuels, da wo der Streit am heftigſten war, auf einer aus
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