Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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16 Georg Volker. 6 loſophiſche Würze und Weihe erhielt. Ohne über⸗ triebenen Lurus, zeigte doch Alles in dieſen hellen Räumen von ebenſoviel Geſchmack in der Wahl und Anordnung als von reichem Beſitze; und ſelbſt eine gewiſſe alterthümliche Phyſiognomie der Zimmer bil⸗ dete nur einen äußerſt freundlichen Contraſt zu der modernen Einrichtung des Ganzen. Man ſah auf den erſten Blick, daß hier ein Geiſt eingezogen war, der an dem liebgewonnenen Alten und Ererbten gern feſt⸗ hielt, ohne darüber die Anſprüche, die Sitten und den Comfort einer vorgeſchrittenen Zeit zu vernachläſ⸗ ſigen.

Alles dies hatte Germanos ſchon am geſtrigen Abend wahrgenommen und dabei im Stillen das einfache anſpruchloſe Weſen des Freundes mit der Fülle und Behaglichkeit ſeiner Umgebung verglichen. Georg war in dieſem Punkt noch immer der Alte, noch immer der mäßige und enthaltſame Menſch, der an ſich keine andere Verſchwendung kannte, als die, welche ſeinem drangvollen Innern und ſeinem nach gllen hohen und ſchönen Idealen dieſes Lebens rin⸗ genden Geiſte zu gute kam. Glück, Freude und Ue⸗ berfluß mit vollen Händen auszuſtreuen, an ſich ſelbſt aber immer zuletzt denkend, ſo hatte Germanos den Freund einſt gekannt und ſo fand er ihn jetzt wieder.